Du träumst davon, über das Wasser zu gleiten, den Wind in den Haaren zu spüren und die pure Freiheit des Kitesurfens zu erleben? Dann bist du hier genau richtig. In diesem umfassenden Guide erfährst du alles, was du als Einsteiger über das Kitesurfen wissen musst.

Kitesurfen – oder auch Kiteboarden genannt – hat sich in den letzten 25 Jahren von einer Nischensportart zu einem der beliebtesten Wassersportarten weltweit entwickelt. Und das aus gutem Grund: Die Kombination aus Wind, Wasser und Adrenalin ist einfach unschlagbar.

Was ist kitesurfen eigentlich?

Beim Kitesurfen stehst du auf einem Brett (ähnlich einem Wakeboard oder kleinen Surfbrett) und lässt dich von einem großen Lenkdrachen – dem Kite – über das Wasser ziehen. Der Kite ist über eine Bar (Lenkstange) und vier Leinen mit dir verbunden. Durch das Steuern des Kites und die richtige Körperposition bestimmst du Geschwindigkeit und Richtung.

Das Besondere am Kitesurfen: Du brauchst weder Wellen noch einen Motor. Alles, was du benötigst, ist Wind – idealerweise zwischen 12 und 25 Knoten. Das macht Kitesurfen an vielen Orten der Welt möglich, von flachen Lagunen bis zu offenen Meeren.

DIE ERSTEN SCHRITTE: SO LÄUFT EIN KITEKURS AB

Ein professioneller Kitekurs ist der sicherste und effektivste Weg, Kitesurfen zu lernen. Bei KBC gliedern wir die Ausbildung in aufeinander aufbauende Einheiten:

Tag 1: Theorie und Kite-Handling

Am ersten Tag lernst du die theoretischen Grundlagen: Windtheorie, Sicherheitsregeln und das sogenannte Windfenster. Das Windfenster beschreibt den Bereich, in dem sich dein Kite bewegen kann – ein fundamentales Konzept, das du verstehen musst.

Anschließend übst du das Kite-Handling zunächst mit einem kleinen Trainerkite an Land. Du lernst, den Kite zu starten, zu landen und präzise zu steuern. Diese Übungen sind essenziell, denn der Kite ist das Herzstück deiner Ausrüstung.

Tag 2: Bodydrag und Wasserstart

Am zweiten Tag geht es ins Wasser – zunächst ohne Brett. Beim Bodydrag lässt du dich vom Kite durchs Wasser ziehen. Du lernst, den Kite aus dem Wasser neu zu starten (Relaunch) und die Kraft des Kites kontrolliert zu nutzen. Diese Fähigkeiten sind nicht nur Lernschritte, sondern auch wichtige Sicherheitstechniken.

Tag 3: Wasserstart und erste Fahrversuche

Jetzt wird es ernst: Du bekommst das Brett an die Füße. Der Wasserstart – das Aufstehen aus dem Wasser – ist für viele der schwierigste Teil. Mit der richtigen Technik und etwas Geduld wirst du aber schnell erste Erfolge feiern. Sobald du stehst, übst du das Fahren in eine Richtung.

Tag 4-5: Höhe laufen und Wenden

In den fortgeschrittenen Einheiten lernst du, Höhe zu laufen – also gegen den Wind zu fahren. Erst wenn du das beherrschst, kannst du selbstständig kiten, denn sonst würde dich der Wind immer weiter abtreiben. Zusätzlich übst du Wenden und verfeinerst deine Technik.

Welche ausrüstung brauche ich?

Als Anfänger brauchst du dir keine eigene Ausrüstung kaufen – die bekommst du im Kurs gestellt. Trotzdem ist es gut zu wissen, was zur Grundausstattung gehört:

Der Kite: Als Einsteiger startest du typischerweise mit einem Tubekite (aufblasbare Kites) in einer mittleren Größe, meist zwischen 9 und 12 Quadratmetern. Die Kitegröße hängt von deinem Gewicht und den Windverhältnissen ab.

Die Bar: Die Lenkstange mit den vier Leinen (meist 20-24 Meter lang) verbindet dich mit dem Kite. Über die Bar steuerst du den Kite und regulierst die Kraft.

Das Trapez: Ein Hüft- oder Sitztrapez, an dem der Kite eingehakt wird. So musst du nicht die gesamte Kraft mit den Armen halten.

Das Board: Anfänger nutzen meist Twin-Tip-Boards – symmetrische Boards, die in beide Richtungen gefahren werden können. Sie sind fehlerverzeihend und erleichtern den Einstieg.

Der Neoprenanzug: Je nach Wassertemperatur zwischen 3mm und 5mm dick. In warmen Revieren wie Ägypten reicht oft auch ein Shorty oder Lycra.

Helm und Prallschutzweste: Für Anfänger obligatorisch und auch für Fortgeschrittene empfohlen.

Was kostet es, kitesurfen zu lernen?

Die Kosten für einen Kitekurs variieren je nach Location und Kursformat. Bei KBC bieten wir verschiedene Optionen:

Schnupperkurs (2-3 Stunden): Ab ca. 150 Euro – ideal, um reinzuschnuppern.

Grundkurs (8-10 Stunden): Ca. 400-600 Euro – du lernst alle Basics bis zum selbstständigen Fahren.

Komplettpaket mit Unterkunft: Ab ca. 800-1.500 Euro für eine Woche – die effektivste Variante, da du täglich übst.

Die eigene Ausrüstung kommt später: Ein komplettes Anfänger-Set (gebraucht) gibt es ab ca. 1.000-1.500 Euro, neue Ausrüstung kostet zwischen 2.000 und 3.500 Euro.

Wie lange dauert es, bis ich kiten kann?

Die ehrliche Antwort: Das ist sehr individuell. Die meisten Schüler können nach 10-15 Stunden Unterricht selbstständig fahren und sicher wieder zum Startpunkt zurückkehren.

Faktoren, die den Lernfortschritt beeinflussen:

Vorerfahrung: Wer bereits Wakeboard, Snowboard oder Windsurfen kann, lernt oft schneller.

Körperliche Fitness: Eine gute Grundfitness hilft, ist aber keine Voraussetzung. Kitesurfen ist weniger anstrengend, als es aussieht – die Kraft kommt vom Wind, nicht von deinen Muskeln.

Regelmäßiges Training: Wer eine Woche am Stück lernt, macht schnellere Fortschritte als jemand, der einmal pro Monat übt.

Die Bedingungen: Konstanter Wind und flaches Wasser beschleunigen den Lernprozess enorm.

Die besten spots für anfänger

Nicht jeder Spot eignet sich für Einsteiger. Ideale Lernbedingungen bieten:

El Gouna, Ägypten: Flache Lagune, konstanter Wind, warmes Wasser – perfekt für Anfänger. Bei KBC einer der beliebtesten Spots für Einsteigerkurse.

Dakhla, Marokko: Riesige Flachwasserlagune mit Stehbereich und zuverlässigem Wind. Ein Paradies für alle Levels.

Tarifa, Spanien: Der Windhotspot Europas. Für Anfänger an geschützten Spots wie Los Lances oder Valdevaqueros geeignet.

Brasilien (Cumbuco, Parajuru): November bis Februar bietet konstanten Wind und warmes Wasser. Weite Sandstrände und flache Bereiche.

Sicherheit beim kitesurfen

Kitesurfen ist ein Extremsport, der bei falscher Ausführung gefährlich sein kann. Mit der richtigen Ausbildung und Verhaltensweise minimierst du die Risiken jedoch erheblich:

Nimm professionellen Unterricht: Autodidaktisches Lernen ist beim Kitesurfen gefährlich und ineffizient.

Nutze das Sicherheitssystem: Moderne Kites haben ein Quick-Release-System, das den Kite sofort entmachtet. Übe dessen Anwendung, bis sie automatisch sitzt.

Kenne deine Grenzen: Gehe nur bei Bedingungen aufs Wasser, die du beherrschst. Überschätze dich nicht.

Checke die Vorhersage: Wind, Strömungen und Wetter solltest du vor jeder Session prüfen.

Kite niemals allein: Gerade als Anfänger ist es wichtig, dass jemand an Land auf dich achtet.

Typische anfängerfehler

Diese Fehler sehen wir bei Einsteigern immer wieder:

Zu schnell aufs Board wollen: Geduld beim Kite-Handling zahlt sich aus. Wer den Kite nicht beherrscht, wird mit dem Board nicht glücklich.

Den Kite zu weit nach hinten steuern: Im hinteren Bereich des Windfensters hat der Kite maximale Kraft – für Anfänger oft zu viel.

Steife Arme: Entspannte, leicht gebeugte Arme sind essenziell. Wer verkrampft, verliert die Kontrolle.

Falscher Blick: Schau in Fahrtrichtung, nicht auf den Kite oder deine Füße.

Zu wenig Theorie: Wer das Windfenster und die Windtheorie nicht versteht, wird sich schwertun.

FAZIT: DEIN WEG ZUM KITESURFER

Kitesurfen zu lernen ist eine der lohnendsten Entscheidungen, die du als Wassersportler treffen kannst. Die Anfangsinvestition in einen guten Kurs zahlt sich durch schnelle Fortschritte und sicheres Fahren aus.

Bei KBC begleiten dich erfahrene VDWS-Instruktoren auf deinem Weg – von der ersten Theoriestunde bis zu deinen ersten eigenständigen Fahrten. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Schulen an den besten Spots weltweit bieten wir dir optimale Bedingungen für deinen Einstieg.

Bereit für dein Kite-Abenteuer? Dann sichere dir jetzt deinen Platz im nächsten Anfängerkurs!