Handzeichen beim Kitesurfen
Kitesurfer im Sprung, die Freunde geben ihm ein High-Five

Handzeichen zur unmissverständlichen Verständigung unter Kitesurfern

Auf dem Wasser und am Strand benutzen Kitesurfer eine Sprache, die aus Handzeichen und Bewegungen besteht. Damit können sie sich unabhängig von ihrer Landessprache und vor allem über weitere Distanzen verständigen. Die Handzeichen sind klar definiert und gelten international. Mit ihnen kannst du dich klar und unmissverständlich ausdrücken.

Startfreigabe

Du streckst deinen Arm sichtbar aus und ballst deine Faust mit gestrecktem Daumen nach oben. Daumen hoch! Das bedeutet:

Positive Startfreigabe: Ja, jetzt bitte meinen Kite launchen!

Startabbruch

Du zeigst deinem Gegenüber deinen Arm mit einem gut sichtbar nach unten gerichteten Daumen. Das bedeutet:

Kite-Start abgebrochen, bitte meinen Kite nicht launchen.

OK

Du zeigst deinem gegenüber deine Hand. Dein Daumen und dein Zeigefinger berühren sich an den Spitzen, sodass sie einen Kreis bilden.

Das bedeutet ganz einfach ​„Okay​“, ​„prima​“, ​„sehr gut​“, ​„spitze​“ oder "Alles in Ordnung".

Bitte landen

Um deinem Helfer zu signalisieren, dass du deinen Kite landen möchtest, klopfst du mit der flach ausgestreckten Hand auf deinen Kopf.

Dein Landehelfer kann genauso bestätigen, dass er dein Handzeichen verstanden hat und dass er/sie deinen Kite landet.

Ich lande deinen Kite

Um als Landehelfer am Strand zu signalisieren, dass du bereit bist den Kite eines anderen Kitesurfers zu landen, klopfst du mit der flachen Hand auf deinen Kopf. Deine andere Hand hebst du hoch in die Luft.

Dieses Zeichen deines potentiellen Landehelfers, lässt vermuten, dass dein Landehelfer im Kite.Landen Erfahrung hat.

Kitelandung auf dem Wasser

Um als Landehelfer am Strand zu signalisieren, dass du bereit bist den Kite eines anderen Kitesurfers auf dem Wasser zu landen, klopfst du mit der flachen Hand auf deinen Kopf. Deine andere Hand hebst du hoch in die Luft.

Der Kitepilot lenkt den Kite am Windfensterrand auf die Wasseroberfläche hinunter.

Gehe nach rechts / links

Dein*e Kitelehrer*in weist mit beiden Händen in eine Richtung, bedeutet, dass du dich in die angezeigte Richtung bewegen sollst

oder in die Richtung fahren sollst.

Kiteposition 12 Uhr

Dein*e Kitelehrer*in signalisiert dir, dass du deinen Kite auf die 12-Uhr-Position in den Zenith lenken sollst.

Dazu hebt er*sie beide Hände über den Kop und führt die Fingerspitzen der flachen Hände wie ein Dach zusammen.

Kiteposition Uhrzeiten

Dein*e Kitelehrer*in signalisiert dir, dass du deinen Kite auf die 9-, 10- oder 11-Uhr-Position lenken sollst, indem er*sie die rechte, gestreckte Hand in die jeweilige Richtung austreckt.

Für die 1-, 2- oder 3-Uhr-Position wird der Linke Arm dementsprechend ausgestreckt.

Richtungswechsel

Du möchtest deine Richtung wechseln und anderen Kitern signalisieren, dass sie dir Raum in die neue Richtung frei machen sollen, hebst du deinen Zeigefinder und lässt ihn kreisen.

Dein Kitelehrer benutzt das Richtungswechselzeichen auch um dir zu signalisieren, umzukehren.

Stop!

Um deinem Gegenüber zu signalisieren zu stoppen (beim Kitesurfen) oder auch zu warten (beim Kitelaunch), streckst du deinen Arm nach vorne, so dass die Handinnenfläche zu deinem Partner zeigt.

Das bedeutet "Anhalten!"

Komm näher

Um dir zu zeigen, dass du auf deine*n Kitelehrer*n zulaufen sollst, hält sie*er seine Hand hoch mit Handrücken zu dir und bewegt sie in kurzen Bewegungen vor und zurück.

Das heißt: Komm näher

Schau her!

Dein*e Kitelehrer*in zeigt mit Zeige- und Mittelfinger als "V" geformt auf ihre*seine eigenen Augen, bedeutet, dass du herschauen sollst und Augenkontakt halten sollst.

Aufgepasst! Schau her!

Steig aufs Board

Um dir zu zeigen, daß du nun aufs Board steigen sollst, zeigt dir dein*e Kitelehrer*in pantomimisch mit einer Hand und dem schräg gegenüberliegenden Fuß, wie du aufs Board steigst.

Jetzt heißt es Füße in die Fußschlaufen.

Lass die Bar los!

Um dir zu zeigen, dass du deine Bar loslassen sollst, hebt dein*e Kitelehrer*in beide Hände in die Höhe und dreht die Hand von unten nach oben, so dass sie die Loslassbewegung nachahmt.

Lass die Bar los!

Bodydrag upwind

Um dir zu zeigen, dass du einen Bodydrag upwind machen sollst, streckt dein*e Kitelehrer*in ein Bein zur Seite aus und streckt den diagonal dazu liegenden Arm weit nach schräg oben.

Damit ahmt er*sie die Kröperhaltung beim Upwind Bodydrag nach.

Mache eine Self-Rescue

Dass du eine Selbstrettung (Self-Rescue) machen sollst, signalisiert dir dein*e Kitelehrer*in indem sie*er auf einem Bein steht schräge zur Seite gebeugt und beide Hände hoch über dem Kopf hält, wobei sich die Fingespitzen berühreren.

Jetzt musst du einpacken.

Equipment verloren

Wenn du den anderen Kitersurfern auf dem Wasser zeigen möchtest, daß du dein Material verloren hast, lege deine flache Hand an die Stirn und schaue in die Ferne.

Du findest bestimmt jemanden, der*die dein Material gesehen hat und dir helfen kann.

Ich brauche Hilfe!

Wenn du Hilfe brauchst hebe deine Hand, winke und halte Blickkontakt.

Solltest du in größerer Gefahr sein, verwendest du allerdings das folgende Handzeichen.

Ich brauche dringend Hilfe

Wenn du dringend Hilfe benötigst, weil du in einer Gefahrensituation bist, hebst du beide Arme in die Höhe und winkst breit und kreuzt die Arme über dem Kopf.

Das ist der internationale "Mayday" Hilferuf.

Kein Signal.

Wenn dein*e Kitelehrer*in ganz entspannt, ohne erkennbare Handzeichen da steht, hat er*sie keine Information für dich.

Kein Signal.

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